Neue Papst-CD

Gestern wurde das Album „Alma Mater“ auf dem Kapitolshügel in Rom vorgestellt.

Inhalt: Acht Lieder. Acht Gebete. Acht Kunstwerke. „Ich bin davon überzeugt, dass Musik die einzige Sprache auf der Welt ist, die alle Menschen vereint“, so die Botschaft des Papstes.

Auf der CD singt Benedikt XVI. u. a. auf Latein das bekannte Mariengebet „Regina Coeli“.

Die CD ist ab 27. November im Handel. Pro verkaufter CD geht ein Euro an die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“.

I Will Follow Him

Ich und Ich – Pflaster

Turiner Grabtuch Code

 

Forscherin will die Bestattungsurkunde Jesu entziffert haben – Von Burkhard Jürgens (KNA)

Rom (kath.net/KNA) Ist das Grabtuch von Turin das Dokument der Kreuzigung Jesu? Eine italienische Historikerin will auf dem legendären Leinen mit dem Abbild eines Gekreuzigten Schriftzüge erkannt haben, die tatsächlich auf die Person Jesu und auf eine Hinrichtung unter Kaiser Tiberius hinweisen. In diesen Tagen erschienen ihre Beobachtungen als Buch. Doch kaum dass es auf dem Markt ist, melden selbst jene starke Zweifel an, die das Tuch für echt halten. Wenige Monate, bevor Papst Benedikt XVI. die Reliquie in Turin besucht, braut sich eine Kontroverse zusammen.

Schon vor geraumer Zeit hatte die Forscherin Barbara Frale auf die vermeintliche Entdeckung hebräischer Schriftzeichen auf dem Tuch hingewiesen. Die 39-jährige Historikerin aus Viterbo, hauptberuflich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Vatikanischen Geheimarchiv, stützt sich auf ein Dossier, das ihr der Franzose Thierry Castex überlassen hatte. Was sie jetzt aus den Wortfragmenten zusammengepuzzelt haben will, übertrifft alle bisherigen Spekulationen: «Ich glaube, es ist mir gelungen, die Bestattungsurkunde von Jesus von Nazareth zu lesen», sagte sie der italienischen Tageszeitung «La Repubblica».
Der Beweis, wenn es ihn gibt, liegt für das bloße Auge verborgen in den Fasern des altehrwürdigen Gewebes: Ungelenke, wohl in Eile geschriebene Lettern des hebräischen, griechischen und lateinischen Alphabets, die sich teils zu den Seiten des Gesichts des Mannes auf dem Grabtuch, teils unter seinem Kinn befinden. Der Theorie Frales zufolge handelt es sich um die Spuren eines verlorenen Dokuments, das beim Begräbnis mit in das Leinen eingeschlagen wurde und dessen Tinte eine schwache chemische Reaktion auslöste wie bei aufeinanderliegenden Seiten eines alten Kodex.
Was die Forscherin frappierte, waren die Zeichenfolgen «esou» und «nazarenos» – sollte es sich um «Jesus den Nazarener» handeln? Dazu ein hebräischer oder aramäischer Wortfetzen, der an einen Urteilsspruch denken lässt, und die Buchstaben «iber“: Laut Frale womöglich ein Verweis auf Kaiser Tiberius (14 -37 n. Chr.), um dessen 16. Regierungsjahr herum die Kreuzigung Jesu stattfand. Frale bezweifelt, dass die Schrift eine fromme Zutat späterer Christen sein könnte. Diese hätten, so glaubt sie, sicher von «Christus», niemals aber von dem «Nazarener» geschrieben. Wenn die Beobachtungen und ihre Interpretation zuträfen, müsste es praktisch das Originaldokument der Bestattung Jesu sein – wenn.

«Meiner Meinung nach hat sich Frale auf ein sehr heimtückisches Gelände begeben», urteilt Luciano Canfora, Professor für klassische Philologie in Bari. Nichts gegen kulturelle Vielfalt im antiken Jerusalem – aber ein solches Sprachen-Mix auf ein und demselben Dokument wäre so, «als ob ein indischer Taxifahrer in London für die Quittung drei verschiedene Idiome benutzte», so Canfora in der Tageszeitung «Avvenire». Gerade die Detailfülle der Entdeckung sei eher ein Grund zu Misstrauen. Auch die Existenz eines Bestatters, der seine Toten mit Urkunden versehe, sei ihm für Judäa im ersten Jahrhundert unbekannt.

Ausgerechnet der päpstliche Hüter des Grabtuchs reagiert stark zurückhaltend. «Sehr erstaunt» sei er über die Beobachtungen Frales, erklärte Giuseppe Ghiberti, renommierter Neutestamentler und Geistlicher in Turin. Von Amts wegen ist ihm eigentlich jedes Argument recht, das die Authentizität der Tuchreliquie erhärtet. Aber ihm selbst, der sich seit Jahren mit dem Leinen befasst, sei noch nie eine Ahnung von verborgenen Schriften gekommen, sagte er dem «Avvenire». «Und ebenso wenig den Professoren, die Fachleute für Bildauswertung sind.» Vor einem deutlicheren Urteil möchte Ghiberti allerdings das Buch Frales erst einmal gründlich lesen. Das werden wohl auch viele andere wollen.

Ordenslexikon

Das Ordenslexikon ist – oder soll werden – ein Nachschlagewerk für christliche Orden und geistliche Gemeinschaften in aller Welt – auch wenn, oder gerade weil, einer Redensart zufolge nicht einmal der Heilige Geist weiß, wieviele es davon eigentlich gibt.

Gesammelt werden Informationen über Orden, Stifte, Klöster, Säkularinstitute, Ordensgründer, Ordensheilige und alle damit zusammenhängenden Begriffe.

Vinziwiki

Diese vinzentinische Enzyklopädie ist im Aufbau begriffen. Sie befasst sich mit allem, was mit dem hl. Vinzenz von Paul zu tun hat. Vinzenz von Paul war Priester und lebte in Frankreich im 17. Jahrhundert. Er ist bekannt als Gründer der Lazaristen (Vinzentiner) und Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen). Bis heute inspiriert er darüber hinaus unzählige Menschen, die in einer religiösen Gemeinschaft lebend oder als Laien in Vereinigungen organisiert, vor allem eine Option für die Ärmsten leben wollen. Zu dieser sog. Vinzentinischen Familie gehören offiziell mehr als 2 Millionen Männer und Frauen. Noch viel mehr sind ihr geistlich und praktisch verbunden.

Im Moment enthält Vinziwiki 30 Artikel in deutscher Sprache.

Neuer Berliner Bischof Dröge steht für tatkräftiges Christsein

Huber-Nachfolger – Vom Rhein an die Spree: Der bisherige Koblenzer Superintendent Markus Dröge (55) ist neuer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der Nachfolger von Wolfgang Huber steht für ein “Christsein der Tat” und will eine Kirche, die glaubwürdig die Interessen der Ausgegrenzten vertritt.

Von Yvonne Jennerjahn
Aufgewachsen ist er in der Welt, doch im Rheinland hat er vor langem sein Zuhause gefunden. Nun hat der bisherige Koblenzer Superintendent Markus Dröge erneut die Koffer gepackt: Der 55-jährige Theologe ist neuer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Ein halbes Jahr nach seiner überraschenden Wahl wurde er am Samstag in der Marienkirche am Alexanderplatz als Nachfolger von Wolfgang Huber in sein Amt eingeführt.

“Ich war ein ganz normaler kleiner amerikanischer Junge”, erinnert sich der Bischof, der 1954 als Sohn eines Diplomaten in Washington D.C. geboren wurde und dort seine ersten sieben Lebensjahre verbrachte. “Ich habe im Kindergarten Wahlkampf für Kennedy gemacht und ich kenne mich gut mit amerikanischen Süßigkeiten aus.” Inzwischen sieht er einiges kritischer. Die Ideale der USA schätze er immer noch, sagt er. Aber Kritik wie am Irakkrieg des früheren Präsidenten George W. Bush “habe ich auch öffentlich geäußert”.

Ein Mann mit innerer Unruhe
Mit Berlin ist er bereits seit seiner Geburt verbunden. Denn die Geburtsurkunde wurde vom Standesamt “Berlin 1″ ausgestellt, das für im Ausland geborene Deutsche zuständig war. Kindheit und Jugend als Diplomatensohn mit ihren vielen Umzügen von Washington nach Bonn, Paris und Brüssel haben ihn dauerhaft geprägt. “Alle drei bis vier Jahre kommt innere Unruhe in mir hoch”, erzählt er. Dass er es trotzdem lange an einem Ort aushalten kann, hat er in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen.

Nach dem Studium in Bonn, München und Tübingen trat der Enkel eines SPD-Reichstagsabgeordneten 1983 in Koblenz als Vikar seinen ersten theologischen Dienst an. Seither hat er als Pfarrer in zwei Gemeinden der Stadt gearbeitet. Er ist mit einer Zahnärztin verheiratet, das Paar hat drei Kinder. In Koblenz war Dröge auch lange Vorstandsmitglied der Christlich-Jüdischen Gesellschaft, verfasste seine Doktorarbeit und übernahm an der Universität einen Lehrauftrag für Theologie.

In der Tradition der Barmer Erklärung
Fünf Jahre lang hat er zuletzt als Superintendent auch den Koblenzer Kirchenkreis mit 86.000 Mitgliedern geleitet, den zweitgrößten Flächenkirchenkreis der rheinischen Kirche. Seit 1991 war Markus Dröge Mitglied der rheinischen Synode. Theologisch sieht er sich der basisdemokratischen Verfassung seiner Landeskirche und der Tradition der Barmer Theologischen Erklärung verbunden, mit der sich vor genau 75 Jahren die Bekennende Kirche in der NS-Zeit von den regimetreuen “Deutschen Christen” abgegrenzt hatte.

Christsein müsse ein “Christsein der Tat” sein, betont der künftige Bischof für rund 1,1 Millionen Protestanten in Ostdeutschland. Die Kirche müsse mit professioneller Diakonie “glaubwürdige Anwältin der Ausgegrenzten sein” und mit Kritik und Hilfe einschreiten, wo Menschen durch Armut ihre Würde geraubt werde. “Politiker müssen ihre Ehre wieder daran setzen, Ordnungsrahmen zu schaffen, die dazu führen, dass die Wirtschaft dem Leben dient.”

Die evangelische Glaubenstradition zu bewahren und durch Bildungsarbeit “neu zu pflanzen”, sieht Dröge als wichtige Zukunftsaufgabe. Und er spricht sich für einen intensiven Dialog mit dem Islam aus, ohne dabei die bestehenden Differenzen zu verwischen. “Das Wichtigste ist, dass ein Bischof auf Menschen zugehen und unterschiedliche Milieus und Regionen zusammenführen kann”, umschreibt Markus Dröge seine kommenden Aufgaben. “Und das entspricht meinem Naturell.”

Bekenntnis zu Strukturreformen
Ausdrücklich bekennt er sich zu den eingeleiteten Strukturreformen seiner neuen Landeskirche. In seinem bisherigen Kirchenkreis hat er bereits ähnliche Schritte umgesetzt. “Das ist das tägliche Brot für jeden mit einer Leitungsaufgabe.” Die im Reformprogramm der Landeskirche gesetzten Ziele müssten nun nachhaltig verfolgt, die Spar- und Strukturprozesse aber “so solidarisch wie möglich” gestaltet werden, betont der Theologe.

Ihm eilt der Ruf eines erfolgreichen Veränderers voraus: Reformen, die er anpacke, verliefen nicht im Sande, heißt es über Markus Dröge. Der künftige Bischof zögert kurz und lacht. Das sei tatsächlich bisher so gewesen, sagt er dann. “Bisher ist es gelungen, tragfähige Konzepte zu entwickeln, und ich hoffe, das wird weiter so sein.”

epd

Kirchen raten zu Hygiene beim Abendmahl

Schweinegrippe – Angesichts der Schweinegrippe raten die Kirchen zu Vorsichtsmaßnahmen beim Abendmahl, insbesondere was die Hygiene betrifft. Jedoch muss niemand auf den Besuch des Gottesdienstes verzichten.

Die Gläubigen sollten auf die Hygiene achten, sagte Irene Mildenberger vom Liturgiewissenschaftlichen Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Leipzig dem epd.

Es müsse darauf geachtet werden, dass die sogenannten Gemeinschaftskelche beim Abendmahl nach jeweils vier bis sechs Personen desinfiziert werden, sagte die Pfarrerin. Statt aus dem Kelch zu trinken, könne man sich auch auf das Eintauchen des Brotes beschränken. Die Theologin plädierte dafür, das Eintauchen nur als Ausnahme anzuwenden. Im Extremfall sei es auch möglich, wegen des H1N1-Virus beim Abendmahl ganz auf den Wein zu verzichten. Einige Gemeinden verwenden auch Einzelkelche.

Nur wegen der Schweinegrippe rate man niemandem vom Gottesdienstbesuch ab, sagte eine Sprecherin des baden-württembergischen Sozialministeriums, das auch für die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung zuständig ist. “Wir raten allen, sich jetzt impfen zu lassen, besonders den Risikogruppen”, sagte die Sprecherin.

Das Sozialministerium verwies zudem auf die vom Robert-Koch-Institut zusammengestellte Internetseite wirgegenviren.de über einfache Hygienemaßnahmen im Alltag. “Wenn jemand infiziert ist, wird er sowieso nicht unter die Leute gehen können, weil ihn die Schweinegrippe dazu zwingt, zu Hause zu bleiben”, sagte die Sprecherin.

Auch ein Sprecher des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen rät zu sorgfältiger Hygiene im Alltag und hält die Meidung von Gottesdiensten und Freizeitaktivitäten für überzogen. Allerdings seien Menschen in Einzelfällen sogar Überträger des H1N1-Virus, ohne die entsprechenden Symptome zu zeigen, räumte er ein. Gerade deswegen seien Hygienemaßnahmen wie das genaue Händewaschen so wichtig.

“Wer weiß, dass er krank ist, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und ansonsten zuhause bleiben”, riet der Sprecher. “Gerade hat wohl jeder Verständnis dafür, wenn man als Kirchenbesucher unsicher ist, ob man beim Friedensgruß seinem Banknachbarn die Hand geben soll oder nicht”, sagte der Ministeriumssprecher. Stattdessen könne man sich ja auch einfach gegenseitig zunicken.

Zum traditionellen Umgang mit dem Weinkelch während des Abendmahls erklärte die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands, die Austeilenden sollen ihn stets weiterdrehen. Nach jedem 5. Abendmahlsgast soll der Rand des Kelchs mit konzentriertem Alkohol gereinigt werden. Die Menge des Weines im Kelch wird jeweils so bemessen, dass er nur für eine Gruppe von etwa 10 Personen reicht. Vor dem erneuten Füllen wird der Kelch gut gereinigt.

epd

Papst Benedikt XVI. 15 November 2009

2012 – Der politsch korrekte Zerstörungsfilm

Aus Angst vor muslimischen Selbstmordattentäter hat Regisseur Emmerich in seinem Film 2012 keine Moscheen zerstören lassen – Kein Problem hatte er aber mit der Zerstörung des Petersdoms, da es ja bei Christen “keine massenhaften Selbstmordattentäter” gäbe


Wien (kath.net)
Der Hollywood-Regisseur Roland Emmerich hat in einem aktuellen Interview in der Printausgabe der österreichischen Zeitschrift “News”, zugegeben, dass man aus Angst vor Fundamentalisten beim umstrittenen Film 2012 auf gewisse Zerstörungen verzichtet hat. Wörtlich sagte Emmerich: “In meiner Naivität habe ich mir ausgemalt, dass es toll aussehen würde – eine Moschee, viele Menschen, die zu Allah beten. Ich dachte einfach, das wären wunderschöne Bilder geworden. Das Studie sagte an dem Punkt. Stopp. das geht gar nicht; viel zu gefährlich.” Kein Problem hatte Emmerich mit der Zerstötung des Petersdoms, da es ja für ihn unter den Christen “keine massenhaften Selbstmordattentäter” gäbe. “Wer schnallt sich heute so leicht einen Sprengstoffgürtel um und jagt einen Bus in die Luft? In keiner anderen Religion als im Islam ist die Wahrscheinlichkeit höher. Emmerich glaubt aber, dass wir nicht in “religiöse Zeiten” leben und dass Religion heute politisch missbraucht werde.