Zeit.de schreibt:
Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wird durch ein bislang geheim gehaltenes Dossier mit neuen Vorwürfen und Zeugenaussagen schwer belastet. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der “Akte Mixa”, die auch Papst Benedikt XVI. bei der Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des Bischofs vorgelegen haben soll, sei unter anderem von Alkoholmissbrauch und sexuellen Übergriffen auf jüngere Priester die Rede.
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Valletta (kath.net/KNA/RV) Das kleine Malta hat der Papst gewählt, um ein deutliches Zeichen in der Missbrauchsthematik zu setzen. Überraschend und unter strenger Geheimhaltung traf Benedikt XVI. am Sonntag in Rabat mit acht Männern zusammen, die als Minderjährige sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche erlitten hatten. Es war nur eine Begegnung von 20 Minuten in der Kapelle der Nuntiatur, gerahmt von Momenten des Gebetes. Aber insbesondere für manche ausländische Beobachter war es die eigentliche Nachricht der 14. Auslandsreise des Papstes.
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Am Samstag veröffentlichte der Papst seinen „Hirtenbrief“ zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche – seitdem diskutiert Deutschland über die Worte von Benedikt XVI.
Dies ist eine nicht-offizielle Übersetzung
1. Liebe Schwestern und Brüder, mit großer Sorge schreibe ich euch als Hirt der weltweiten Kirche. Wie Euch haben auch mich die Informationen über den Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen durch Mitglieder der Kirche Irlands, besonders durch Priester und Ordensleute, sehr beunruhigt. Ich kann die Bestürzung und das Gefühl des Vertrauensbruchs nur teilen, das so viele von euch beim Erfahren dieser sündhaften und kriminellen Taten und der Art der Autoritäten der Kirche, damit umzugehen, erfahren haben.
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Welt.de schreibt: “Papst Benedikt XVI. wird von der katholischen Jugend zu einer öffentlichen Stellungnahme zu den Missbrauchsfällen gedrängt. „Das beschäftigt die Menschen, ob sie gläubig sind oder nicht, und der Heilige Vater sollte sich dazu äußern“, sagte der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Dirk Tänzler, der „Berliner Zeitung“. Kritik kam am Montag auch von Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse, der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört.”
Gipfeltreffen im Vatikan: Erzbischof Robert Zollitsch (71), Vorsitzender der Bischofskonferenz, unterrichtete Papst Benedikt XVI. (82) in einem Vier-Augen-Gespräch (45 Minuten) über das Ausmaß der mehr als 100 Missbrauchsfälle in Deutschland.
NEUE VORWÜRFE ÜBERSCHATTEN DEN GIPFEL!
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Zum Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen sieht die Reformbewegung “Wir sind Kirche” auch bei Papst Benedikt XVI. Klärungsbedarf. “Denn Joseph Ratzingers Amtszeit als Münchner Erzbischof von 1977 bis 1982 gehört genau zu den Jahren, um die es bei den Missbrauchsfällen geht”, sagte “Wir sind Kirche”-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur (DPA) in München. Deshalb dränge sich die Frage auf, ob der damalige Münchner Erzbischof auch Kenntnis von solchen Übergriffen gehabt habe – und falls ja, wie er damit umgegangen sei.
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