Die Umschulung (Umerziehung, Umpolung) eines Linkshänders zum Rechtshänder, kann (muss nicht) seelische, kommunikative, soziale Folgen und Verhaltenseigenschaften nach sich ziehen. Ein Sympthom dabei ist die “JA – ABER – Haltung”. Also auf eine Aussage eines Gegenübers oder auf deren Meinung oder gutmütigen Einwand oder Vorschlag z. b. erst einmal mit “Ja, aber…” zu antworten. Dies geschieht meist, um sich ein paar Zentel Sekunden Luft im Schwätzen zu verschaffen. Oder, um all zu schnelle Erwiederungsantworten zu verzögern.Kann aber auch darauf beruhen, dass der Umgeschulte Linkshänder das Angebot eines gesprochenen Satzes bewertet und sich leicht angegriffen fühlt.
Fernsehen ist nicht für die Realität maßgebend. Man kann sich aber jede Art von Serie ansehen, sei es das Polizeirevier einer Großstadt, oder die Dauer-Familien-WG am frühen Sonntagabend oder auch die Familienserie in einem kleinen Ort in Michigan um 1880. Dort habe ich schon mehrmals in den Dialogen bis zu 4 (Vier) mal “Ja, aber…” im Schlagabtausch beobachtet, bzw. gehört (also insgesamt 8 Mal).
Also kommt dies wahrscheinlich auch in Realitas vor. Mein Berater beim Integrationsfachdienst hielt mir vor, dass ich in Betrieblicher Kommunikation diese “Ja, aber…” absolut nicht bringen dürfe. Gemeint ist hier das alltägliche, kollegiale, belanglose unterhalten, das der Kitt für eine gute Harmonie bzw. Teamfähigkeit ist.
Er dürfe sich in seinem sozialpädagogischen Beruf (auch früher nicht als Ingenieur) keine 2 mal (zwei) im Jahr ein “Ja, aber….” leisten, sonst wäre er nicht mehr respektiert und verrufen und letztendlich wäre seine Arbeit mit Kündigung bedroht.
Wenn “Ja, aber …” so häufig im alltäglichen Smal Talk und in belanglosen Unterhaltungen vorkommt, wieso ist es dann in der Arbeit so gefährlich? Bei dem Integrationsberater hatten wir übrigens erörtert, wieso und warum (meine Fehler, Charakterzüge, kommunikativen Eigenheiten) ich so oft die Arbeit verloren habe, sprich mir gekündigt wurde. Meist nach der Probezeit oder nach maximal 15 Monaten.
Matthias H
Ähnliche Themen:
- Umgeschulte Linkshänder – die einzelnen Sekundärfolgen – Beispiele II – “Ins Wort fallen”
- Umgeschulte Linkshänder – die einzelnen Sekundärfolgen – Beispiele II – “Ins Wort fallen”
- Umgeschulte Linkshänder – wie ich mit den Sekundärfolgen lebe IV – Beispiele
- Umgeschulte Linkshänder – wie ich mit den Sekundärfolgen lebe IV – Beispiele
- Umgeschulte Linkshänder – wie ich mit den Sekundärfolgen lebe II “Knoten im Gehirn”
Ich bin selbst umgeschulter Linkshänder – und bereue bis heute, dass ich mich damals nicht dagegen gewehrt habe.
Versteh ich nicht. “Ja, aber…” bedeutet doch nur Zustimmung, mit der anschließenden Erläuterung eines verbleibenden Problems. Sowas lässt sich nicht vermeiden, also dass man in einer Unterhalt jemand ein Problem sieht, was der anderenoch nicht sah. Da ist doch nichts verwerfliches dabei! Kann ich nur den Kopf schütteln….
“Ja, aber…” ist eine Zustimmung, zu der aber noch etwas ergänzt werden muss, damit sie gilt. Man verschafft sich im Gespräch damit Zeit, weil der Gesprächspartner noch auf die Ergänzung warten muss. In einem Kommunikationstraining hatte ich mal gehört, dass man “Ja, aber…” einfach durch “Ja, und…” ersetzen soll, weil es sich positiver anhört.
Ich bin ebenfalls ein umgeschulter Linkshänder. Obwohl, eigentlich nur teilweise. Ich schreibe mit der rechten Hand, aber wenn Ich mit dem Hammer einen Nagel einschlagen will nehme Ich die linke Hand. Habe Ich dann nur bei manchen Dingen “Ja, aber….” gesagt?
Hallo, also auf die Händigkeit, ob ich etwas mit Rechts oder Links mache, bezieht sich die “Ja – aber…” – Haltung nicht. Mit einem “Ja, aber…” verschaffen sich umgeschulte Linkshänder (geborene Linkshänder, die mit Schuleintritt oder auch später auf Rechts umgeschult, umgezwungen wurden) 1 oder 2 Sekunden Luft, Platz im eigenen Gehirn, um Argumente und Stellungnahmen usw. besser sortieren zu können. Die ist häufiger bei diesen Umgeschulten Linkshändern zu beobachten, wenn man das untersucht. Das gibt es natürlich auch bei Rechtshändern und bei reinen Linkshändern. Ich schreibe nun wieder, nach einer Rückschulung der Händigkeit, mit Links, aber nur sehr langsam. Vieles habe ich auch nach der Einschulung noch mit Links gemacht bzw. mache es nun wieder mit Links. Vom Rasieren, Zähneputzen, Brotschneiden über handwerkliche Dinge bis zum Abspülen.
Positiv formulieren ist immer besser! Wie in Deinem Beispiel: “Ja und…”. Es läßt sich aber nicht immer vermeiden, dass jemand ins Wort fällt oder dazwischen redet, auch meinerseits nicht. Ich habe schon oft erlebt, selbst wenn ich bereits 8 bis 10 Worte geredet habe, dass dann plötzlich 4 oder 5 Leute anfangen zu reden. Und deren Beiträge werden dann ernst genommen, meinen Satz will dann keiner mehr hören. Und dabei bin ich keinem ins Wort gefallen, sondern habe angefangen mit einem Argument oder einer Antwort. Scheinbar werden die Beliebten dann doch wieder mehr gehört. Was mich verblüfft: selbst wenn 4 oder 5 gleichzeitig reden, verstehen sich die Leute immer noch. Und das nicht nur bei Frauen, auch Männer können dann noch alles verstehen. Ich verstehe dann nichts mehr und kann nur noch vermuten und komme mit dem was ich sagen will enorm ins “schleudern” und es baut sich in mir eine Agression auf, die sich auch gegen mich richtet. Dabei ist mir aber auch schon aufgefallen, dass die Diskussion viel schneller voran geht und auch erfreulicher ist, wenn man sich ausreden läßt. So war ich, als ich 1989 hier her gezogen bin, in einem Arbeitskreis Astronomie. Wenn wir hinterher dann bei einem Drink noch diskutierten über Astronomie, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft und Kultur (es waren ausser mir alles Studenten), dann wurde niemand am Tisch unterbrochen. Und das waren dann ergiebige, interessante und vor allem für jeden nützliche, erfreuliche und erholsame Gespräche. Jedenfalls für mich besonders, weil ich Hektik und Rechthaberei in Unterhaltungen überhaupt nicht mag, weil dies nur Verdruss bringt und viel zu viel Wirbel im Kopf veranstaltet.
Nein, Nein, Max, dies ist keinesfalls etwas verwerfliches. “Ja, aber….” benützen auch Rechtshänder und auch reine Linkshänder. Nur bei Umgeschulten Linkshändern (Kinder, Jugendliche, die als Linkshänder auf Rechts umgezwungen wurden) tritt dieses “Ja, aber…” gehäuft auf. Es verschafft diesen eine kleine Zeit, um Gedanken im Kopf zu ordnen und zusammen zu halten. Genauso das “Ins Wort fallen…”. Die Gehirne von Umgeschulten Linkshändern sind (nach Untersuchungen der Linkshänderforschung und Linkshänderberatung in München, Frau Dr. Sattler) bei der Umschulung, wie das Umtrainieren genannt wird, die Gehirne sind sehr aus ihrer vorbestimmten Ordnung gebracht und sehr versetzt (psychisch) und brauchen oft diese eine Sekunde Denkpause, die das “Aber…” verschafft.
Als ich mir vor Wochen oft die Serien “Unsere kleine Farm” oder “Großstadtrevier” angesehen habe, viel mir auf, dass in einigen Szenen dieses “Ja, aber…” bis zu 4x abwechselnd hintereinander vor kam. Also bis zu 8x. Aber auch in meiner realen Umgebung wird “Ja, aber…” von vielen gebraucht. Also nichts verwerfliches. Und keinerlei Vorwurf an niemanden.
Mein “Ja, aber…” wurde nur von Fachkräften wie der Integrationsberater beim Intergrationsfachdienst (Beratung und Vermittlung von Behinderten in Arbeit) als sehr störend empfunden. Und auch von manchen Psychologinnen / Psychologen.
Hallo Jens, danke für Deinen Kommentar!
Schade, dass es Dir nicht gelungen ist, dich zu wehren. Wenn es bei der Einschulung passierte, wie bei mir, …. was kann man mit 6 Jahren schon verstehen und tun. Ich wußte, dass dies nichts Gutes bedeutet.
Ich hatte immer Erinnerungen daran, dass ich Linkshänder war und bei der Einschulung Beschimpfungen und Stockschläge erhielt. Auf die Auswirkungen bin ich aber erst mit 48 Jahren gekommen, bzw, wie und ob sich eine Umschulung auswirken kann. Die Folgen musste ich häufig genug die ganze Zeit tragen. Sei es beruflich (was ja auch mit Kommunikation zu tun hat) oder in jeder Art von Beziehung mit Mitmenschen. Die kleinen Fortschritte in einer vor 2 Jahren begonnenen Rückschulung der Händigkeit nützen mir heute beruflich nichts mehr. Darauf kann ich hier in der Kürze aber nicht eingehen und habe dies versucht in meinen Artikeln zu beschreiben. Wenn Du unter 30 bist, solltest Du Dir überlegen eine Rückschulung an zu gehen. Mit 50 nutz dies nichts mehr. Glaube die beste Zeit ist (ausser dem Vermeiden der Umschulung) die Zeit bis ins Alter von 10 oder maximal 15, wobei dann die Adoleszens dazu kommt, was aber, meiner Meinung nach, auch nützlich sein kann, weil sich zu dieser Zeit Einstellungen, Lebenserfahrungen und berufliche Eigenschaften am meisten prägen. Du könntest Dich auch bei der Linkshänderberatung in München (Frau Dr. Sattler) beraten lassen. Dort ist man sehr auf die Forschung der Folgen durch Umschulung der Händigkeit und die Gehirnforschung spezialisiert. Dennoch viel Erfolg und Glück für Deinen weiteren Lebensweg. MatthiasH
Jetzt habe ich hier gerade einen längeren Kommentar verfasst gehabt, aber anscheinend das Captcha falsch eingegeben, und beim Zurückgehen bleibt auf deinem Blog seltsamerweise der Beitrag nicht erhalten.
In Kurzform: Mich würde interessieren, ob du auch Studien kennst, die das näher untersuchen, ob dieses Verhalten wirklich bei umgeschulten Linkshändern häufiger vorkommt? Mich interessiert die Thematik an sich auf jeden Fall, würde aber gerne etwas repräsentativere Informationen dazu ansehen.
Ich bin selbst LINKSHÄNDER und bin erst mal froh, dass ich in einer Zeit Lebe wo es akzeptiert wird LINKSHÄNDER zu sein !!!
Trotzdem finde ich, dass es auch noch heute eine “subtile” Diskriminierung von Linkshänder in Deutschland gibt. Beispiele: Rechts Handgeben, Mahngelde Förderung in der Grundschule, Musikinstrumente lernen, Videospiele, Arbeitsabläufe im Handwerk werden so geplant, dass Rechtshänder optimal zurechtkommen usw….
Hallo Sandra, danke für Deine Antwort! Hat mich sehr gefreut! Das mit dem Captcha ist mir auch schon passiert.
Also ich kann Dir empfehlen Dich an die “Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder (Linkshänderconsulting)”, Sendlinger Str. 17, 80331 München, zu wenden. Telefon: 089/ 26 86 14. Anrufen ist am besten, kann aber dauern, bis man durch kommt. Mails werden oft als Spam abgetan, weil viele schreiben. Dort gibt es auch eine Interessenvertretung für Linkshänder, die momentan aber nur auf ein Minimum reduziert ist, aus finanziellen Gründen.
Das beste Buch über das Thema ist “Der umgeschulte Linkshänder – oder Der Knoten im Gehirn” von Frau Dr. Johanna Barbara Sattler, die viele Forschungen mitgestaltet und iniziert hat (Auer Verlag). Ich kann Dir leider keine genaue Forschung darüber nennen. Du kannst auch meine Ergotherapeutin Frau M. Schauer in Stuttgart-Mühlhausen gerne anrufen, die ein sehr fundiertes Wissen auf dem Gebiet “Umgeschulte Linkshänder und Rückschulung” hat und auch in der Beratung in München ein Diplom gemacht hat. Habe bitte Verständnis, wenn ich Dir hier nicht die Anschrift nennen kann. Geholfen hat mir auch das Buch “Linkshändig?” von Ralf W. Meyer. Vermutlich in Büchereien oder Schulbüchereien unter dem Themenkreis “Eltern” zu finden.
Das Thema “Umgeschulte Linkshänder” wird immer noch weitgehnd in der Gesellschaft ignoriert und geleugnet. Ich zitiere aus “Der Umgeschulte Linkshänder” von Frau Dr. Sattler: “….Dieser soziologische Faktor wird bis heute wegen der meistens nicht nachvollzogenen Kausalität (Ursache – Wirkung), nicht als in breitem Einflußspektrum motivierende, oft sogar schicksalsbestimmende Erscheinung entsprechend gewürdigt, und demzufolge konnte auf diesen Faktor auch nicht methodisch eingegangen werden (im Buch). Dabei ist er, mit hoher Wahrscheinlichkeit, in der kultur-sozialen Existenz der Menschheit einer der wirksamsten Faktoren überhaupt”.
Ich hoffe, dass ich Dir hiermit helfen konnte.
Alles Guten auf Deinem Weg
Matthias H.
@Harry: Ist das wirklich Diskriminierung? Das Händeschütteln mit rechts ist eben Brauch und Tradition, möchtest du als Linkshänder etwa, dass alle Rechtshänder dir die linke Hand geben?
Das sind einfach Dinge, wo man sich an der Mehrheit orientieren muss, ein Nachteil entsteht einem Linkshänder dadurch ja auch nicht.
Wenn man zu einer Minderheit gehört, muss man damit rechnen, dass man sich an gewisse Dinge anpassen muss – damit meine ich natürlich nicht, dass man als Linkshänder mit rechts schreiben lernen sollte etc, das ist ja klar.
Bin selbst Linkshänder, aber zum Glück nicht umgeschulter. Ich hab eigentlich noch nie was von Umschulen eines Linkshänders gehört…
Interessant was das für Folgen für Linkshänder haben kann. Mein Bruder ist auch Linkhänder, konnte sich allerdings erfolgreich gegen so eine “Umschulung” wehren. Ich werde ihm den Artikel einmal zeigen, ich glaube er kann froh sein, dass er in seiner Kindheit keine Probleme mit solchen Sachen haben musste.
Ich hätte damals umschulen können/dürfen, und bin noch immer ganz froh es NICHT getan zu haben. Ich bin Linkshänder und ich sehe darun eben einfach nichts das man ändern sollte. Es ist wie es ist und so war es eben auch gedacht.
Manche Dinge braqucht oder sollte man nicht ändern, bei vielen Gravierenden Dingen tut man es bereits und mir dreht sich jedes mal aufs neue der Magen um wenn sich irgendjemand GEGEN seine eigene Vorstellung hat zu etwas breitschlagen lassen. Da bleibe ich lieber so wie ich bin, brauche mir keine Sorgen darüber zu machen ob es richtig ist, denn warum sollte es das nicht sein. Es gibt keinen Grund darüber zu diskutieren und zu behaupten das ich mich hätte umschulen sollen.
Ich wusste gar nicht, dass so etwas passieren kann bzw. das man Linkshänder dazu zwingt, auf rechts umzusteigen.
Was man nicht so alles erfährt.
Ich bin auch Linkshänder und werde bestimmt nicht umlernen, mit rechts zu schreiben oder anderes. Bin ja schon froh, dass die Linkshänder schere erfunden wurde. Dennoch wird in Deutschland sehr viel mit der rechten Hand gemacht, wie das Hände schütteln, welches ja schon als unhöflich gilt, wenn man das mit der linken Hand macht. Man sollte mehr auf die Linkshänder eingehen.
Ich (geboren 72) wurde nicht mehr umgeschult. Ich denke dass kurz vor Beginn meiner Schulzeit es das Umdenken gegeben hat was ich auch für gut finde. Was soll auch an uns schlecht sein was ein Umschulen notwendig macht …
Ich wusste zwar auch nicht, dass das in dieser Form (also einer Umschulung) früher häufiger vorgekommen ist, aber ich denke, das ist mittlerweile ein Relikt aus vergangenen Zeiten.
Das macht es für die, die davon betroffen waren, natürlich nicht besser, aber wie bei so vielen Sachen, weiß man hinterher oft mehr.
Viele archaische Ansichten und Denkweisen verschwinden mit der Zeit einfach aus der Gesellschaft, weil allgemein erkannt wurde, dass sie schlicht falsch sind, und ich bin sicher, diese Thematik ist eine solche.
Hallo Samuel, danke für Deinen Kommentar. Gut finde ich ja, dass man damals Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts überwiegend schnell damit aufhörte die Linkshänder auf Rechts um zu gewöhnen. Umschulung nennt man das, egal, ob es mit Druck, Beschimpfung oder die Linke Hand festbinden geschehen ist. Und man hat damit aufgehört OHNE vorher zu forschen. Die Forschung über die Auswirkung der Händigkeit auf solziale Fähigkeiten, Beruf, Kommunikation und Gehirn wurde erst verstärkt in den 80er Jahren begonnen.
Sicher sind Verhalten und Werte dem Laufe der Zeit unterworfen und es ist auch gut, dass man so manches heute nicht mehr tut. Wie z. B. im Schwätzen, im Verhalten oder auch bei der Erziehung von Kindrn, die heute von klein auf mehr gefördert werden und eine eigene Meinung haben dürfen. Wir durften noch mit 10 oder 12 nicht mitreden oder selbstständig etwas sagen. Denke da z. B. daran, wenn ich she wie 3jährige interviewt werden, wenn die Landesschau im Waldkindergarten ist oder wenn die Kinder eine Mühle besuchen.
Matthias H
Hallo Katharina, danke für Deinen Kommentar! Ich weiss nicht, welcher Jahrgang Du bist. Heute ist man darauf bedacht, die Kinder mit ihrer Händigkeit so zu belassen wie sie sind. Linkshänder sind in den letzten 10 Jahren auch schon viel mehr anerkannt. Inzwischen sieht man viele mit Links schreiben und kennt das nicht mehr nur aus amerikanischen Spielfilmen. Bei den ULH = Umgeschulten Linkshändern ist das anders. Es wird trotz Forschung, was Händigkeit, Gehirn und die Auswirkungen dieser Umerziehung oder Umschulung betrifft, noch immer stark abgestritten, dass Leute, die nicht ihre gewohnte Anlage der Händigkeit leben durften, u. U. oft im Erwachsenenalter große Probleme haben können im Kommunikativen Bereich, in der Arbeit. Ich bin mir sicher, dass sehr viele Probleme (eigentlich alle: aber habe mir angewöhnt zu sagen “viele”) die ich habe dadurch kommen, dass ich nicht mit Links schreiben, schrauben und handeln durfte. Probleme wie sehr schlecht Freunde finden, kaum ein Arbeit behalten können, weil die Leute nicht wissen, wie sie mich einschätzen sollen, weil ich nicht viel rede oder empfindlicher reagiere. Wenn ich hätte ausleben dürfen, wie mein Verhalten und mein Gehirn angelegt waren im Alter bis 6 Jahren, bin ich mir sicher, dass ich mich auch viel leichter und besser angepasst hätte an die normale Kommunikation. In der Kürze kann ich das hier nicht beschreiben. Dafür sind ja meine Artikel da. Gebe auch zu, dass ich mitunter auf Leute im Alter von 50 oder 60 Jahre treffe, die von Links auf Rechts umgezwungen wurden und trotzdem einen guten, dauerhaften Beruf und eine eigene Familie und einen Freundeskreis geschafft haben.
Matthias H
Grüße Dich Thomas, danke für deinen Kommentar. Möchte Dich auf meine Antworten zu Samuel und Katharina verweisen. Ich habe schon Linkshänder getroffen, die einige Monate jünger waren als ich (also Jahrgang 1959), die auch nicht mehr auf Rechts umgezwungen ( man nennt es immer “Umschulung”, egal ob mit Gewalt oder gar sanft) wurden.
Hallo Katja, danke für Deinen Kommentar! Nun, es wäre in der Tat ungewöhnlich die Linke Hand zu schütteln. Das mache ich natürlich nur, wenn jemand die Rechte Hand verletzt hat oder durch einen Schlaganfall momentan nicht bewegen kann. Du kannst wirklich froh sein, nicht mehr umgeschult worden zu sein und kannst mit Recht stark sein, dies auch niemals zu wollen. In den Letzten 10 Jahren sind auch Linkshänder viel mehr anerkannt als davor. Umgeschulte Linkshänder (die bis zur Einschulung fast alles mit Links gemacht haben) sind auch heute noch, trotz Forschung, kaum beachtet. Dessen Problem ist man sich nicht bewußt. Es kann, muss aber nicht Probleme geben. Bei mir hat es viele Probeleme gegeben und gibt es, trotz meiner Rückschulung, immer noch. Viele Psychologen und Psychiater streiten die Zusammenhänge mit der Umschulung ab und / oder gehen gar nicht darauf ein. Das Thema wird im Gegensatz zu den reinen Linkshändern in den Medien und in der Gesellschaft totgeschwiegen.
Sicherlich ist es so, dass man bei vielen Verrichtungen und bei Maschinen beide Hände braucht und Maschinen und Gegenstände ja oft auf den Gebrauch der Rechten Hand ausgelegt sind. Ich schneide aber auch mit der normalen Schere mit Links. Es sei denn es muss ganz genau sein (basteln tue ich selten), dann scheide ich mit Rechts.
Matthais H
Vielen Dank Hans für Deinen ausfühlichen und interessanten Kommentar! Das kann ich nur unterstreichen und möchte viele nur auf meine Artikel verweisen.
Dir weiterhin Alles Gute!
Matthais H
Danke Mark für den Kommentar! Denke da hast Du etwas falsch verstanden. Ich habe ja auch (zugegeben) ein wenig ausführlich und komplitziert geschreiben.
Linkshänder werden nur dann umgeschult auf Rechts, wenn ein Unfall oder eine Lähmung vorausgeht.
Matthias H
Es wirklich traurig, dass man Linkshänder umgeschult hat und die Folgen sind wirklich erschreckend und ermahnend.
Gottes Segen, dass du dein Leid IHN übergeben kannst !
Habe vor diesem Artikel noch nie gehört, dass man Linkshänder umschult o0
Ich stelle mir das unheimlich schwer vor, auf einmal alles mit rechts machen zu müssen.
Danke für die Beiträge, gibt es keine Autoren mehr, weil es kommen keine Blog Beiträge mehr
Schade