Missbrauchsopfer: FDP fordert Entschädigungsfonds

Zugleich dringen die Liberalen auf den Einsatz unabhängiger Sonderermittler in allen deutschen Bistümern, wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» in ihrer Samstagsausgabe berichtete. «Die katholische Kirche wäre gut beraten, nicht länger wie ein Staat im Staate zu handeln», sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Christian Ahrendt der Zeitung.

Wenn die Bischöfe es ernst meinten mit der Aufklärung möglicher Missbrauchsfälle, sollten sie «externe Sonderermittler für alle 27 deutschen Bistümer einsetzen». Diese könnten die vergangenen Jahrzehnte in enger Kooperation mit den örtlichen Staatsanwaltschaften unabhängig und unparteilich aufarbeiten, sagte Ahrendt. «Angesichts des Ausmaßes der Vorwürfe hilft nur schonungslose Offenheit.»

Zudem appellierte er an die Bischofskonferenz, den Opfern für ihr erlittenes Unrecht einen finanziellen Ausgleich zu gewähren. Dies wäre ein wichtiges Signal an die Betroffenen, dass «die Kirche sich nicht hinter Verjährungsfristen versteckt, sondern sich in jedem Fall zu ihrer Verantwortung für die Opfer bekennt».

Einer Umfrage zufolge ist das Vertrauen in die katholische Kirche, bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen in den eigenen Reihen konstruktiv mit den Behörden zusammenzuarbeiten, sehr gering. Lediglich knapp 20 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass die Kirche zur Aufklärung beitrage, ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Omni Quest für die «Frankfurter Rundschau» (Samstagsausgabe). Mehr als zwei Drittel (68,1 Prozent) antworteten, sie tue das nicht.

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